PERSONALIA: Komponisten

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Henrik Albrecht

Henrik Albrecht wurde am 23. August 1969 in Köln geboren. 1991 begann er seine Studien an der Musikhochschule Köln. Dort studierte er zunächst Klavier, später Komposition (bei Bojidar Dimov und York Höller) und Tonsatz (bei Johannes Schild). Er arbeitet in vielfältigsten Musikrichtungen unter anderem als Tangomusiker, Pianist und Bandeonist, hat ein festes Ensemble mit dem er zahlreiche Konzerte im In- und Ausland gibt. Sein Standort zwischen E- und U-Musik führte Ihn mit zahlreichen Vertretern der musikalischen Avantgarde sowie Musikern der Kölner Jazz- und Elektronikszene zusammen. Neben Kompositionen für den Konzertsaal gilt seine Liebe schon lange dem Hörspiel und der Theatermusik.

Er komponierte unter anderem die Musik zu den Hörspielen "Bel Ami" nach Guy de Maupassant, "Der Messias vom Stamme Efraim" nach Moische Kulbak. Im jüngsten Donna Leon Hörspiel "Nobiltá" ist seine Musik ebenso zu finden wie in den Komissar Montalbano Krimis von Andrea Camillieri, die der SWR produziert. Mit Leonard Koppelmann kreierte er das erste "Technicolor Breitwand Hörspiel"; "Die Säulen der Erde" von Ken Follett, das erstmalig wieder seit den Goldenen Tagen des Radios in den 50er Jahren das Orchester als Klangkörper einsetzte. Auch vertonte er das Hörspiel "Baudolino" nach Umberto Ecco.

Seit 2005 widmet er sich der, von ihm kreierten Gattung des Orchesterhörspiels. Drei Sprecher und ein Orchester erwecken in dieser Reihe klassische Stoffe der Weltliteratur zu neuem Leben. Auf diese Weise bearbeitete er musikalisch schon die Stoffe "Pinocchio", "Das Gespenst von Canterville", "Der Krieg der Knöpfe", "Peter Pan" und "Alice im Wunderland". Für "Das Gespenst von Canterville" erhielt Henrik Albrecht 2007 den Deutschen Hörbuchpreis. 2009 erhielt "Der Krieg der Knöpfe" den Deutschen Hörbuchpreis als bestes Kinderhörbuch.

Seit jüngster Zeit widmet er sich auch der Filmmusik. Für den Pionier des neuen deutschen 3D Films Niko Vialkowitsch vertonte er drei 3D Filmprojekte: "Die Ruhe vor dem Sturm", "Baden Baden" und "Baedeckers Ägypten".

Henrik Albrecht lebt und arbeitet in Köln und Berlin.

Im Rahmen der ARD Hörspieltage 2010 in Karlsruhe wurde das Orchesterhörspiel "Peter Pan" mit der Jungen Süddeutschen Philharmonie, so wie Sprechern des NDR aufgeführt. Ein Jahr später, 2011, folgte das Orchesterhörspiel "Alice im Wunderland" an gleicher Stelle.


Tilman Heiland

Tilman Heiland wurde 1957 in Karlsruhe geboren. Erste musikalische Erfahrungen sammelte er bei den Stuttgarter Hymnus-Chorknaben. An der Musikhochschule in Stuttgart studierte er Schulmusik mit den Schwerpunkten Dirigieren und Komposition, gleichzeitig Germanistik an der Universität Stuttgart. Kurse an der Internationalen Bachakademie ergänzten seine Ausbildung.

Schon seit dem Studium war er als Leiter mehrerer Ensembles tätig; während des Referendariats außerdem Lehrbeauftragter für Orchesterleitung an der PH Ludwigsburg. Beruflich ist er als Musiklehrer am Theodor-Heuss-Gymnasium Esslingen tätig und leitet dort das Schulorchester. Außerdem leitet er den Kammerchor Leinfelden-Echterdingen und das Städtische Kammerorchester Gerlingen. Konzertreisen mit seinen Ensembles führten ihn ins In- und Ausland. Seit den 90er-Jahren wurde er durch Uraufführungen seiner Werke auch als Komponist bekannt.

Als Vorsitzender des baden-württembergischen Landesverbands des VDS (Verband deutscher Schulmusiker) setzt er sich für eine weitere Verbesserung der Situation des Musikunterrichts und der musischen Erziehung ein. In dieser Funktion ist er in mehreren musikpädagogischen Gremien (Kultusministerium, Bundesverband, Musikrat) tätig.

Gemeinsam mit der Jungen Süddeutschen Philharmonie wurden Kompositionen von Tilman Heiland im Rahmen der Foto-Triennale 2007 aufgeführt. Mit Konzerten in der Ludwigsburger Friedenskirche und der Fellbacher Schwabenlandhalle folgte 2012 die Aufführung des Werks "Dona nobis pacem".

Albrecht Imbescheid

Albrecht Imbescheid wurde 1950 geboren. Er studierte zunächst Schulmusik und Germanistik in Stuttgart. Anschließend folgte ein Kompositionstudium bei Milko Kelemen und Studien in der Meisterklasse für Flöte von Peter Lukas Graf in Basel. 1976 und 1978 war er Stipendiat der Darmstädter Ferienkurse. Zusammen mit Reinhard Febel begründete er 1977 die Konzertreihe Studio im Planetarium in Stuttgart und leitete diese (später zusammen mit Hans Peter Jahn) bis zu ihrer Auflösung im Jahre 1990. 1980 begründete und leitete er die Tage für Neue Musik Stuttgart mit(seit 1996: "Eclat"). 1988 wurde ihm ein Stipendium der Heinrich - Strobel - Stiftung des Südwestfunks zugesprochen. Er erhielt diverse Kompositionspreise und pflegte daneben eine rege Konzert - und Rundfunktätigkeit als Flötist, solistisch und kammermusikalisch.

Seit 1983 ist Albrecht Imbescheid Leiter der Städtischen Musikschule Ostfildern. 1990 gründete er das "Ensemble 20", das heute unter dem Namen "gelberklang", zeitgenössische Musik im Kontext firmiert. 1998 war er Mitbegründer des Esslinger Festivals tonArt, das er inzwischen als Vorsitzender des tonArt Esslingen e.V. gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen federführend leitet.

Die kompositorische Tätigkeit Imbescheids umfasst Orchester-, Kammermusik- und Vokalwerke, Filmmusiken und Musiktheaterwerke, häufig Auftragswerke von Rundfunkanstalten und namhaften Ensembles.

 

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