PERSONALIA: Solisten

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Nicolas Altstaedt

In kürzester Zeit hat sich Nicolas Altstaedt zu den interessantesten und aufregendsten Künstlern seiner Generation entwickelt, dem immer wieder Eigenständigkeit, Souveränität, Virtuosität, Neugier und musikalische Wahrhaftigkeit bescheinigt werden.

Gleich zu Beginn der Saison 2007/2008 gab Nicolas Altstaedt mit Förderung der Orpheum-Stiftung ein herausragendes Debüt mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter Sir Neville Marriner. Des weiteren ist er beim Stuttgarter Kammerorchester, den Bamberger Symphonikern, dem Musikkollegium Winterthur, dem Melbourne- und dem Adelaide Symphony Orchestra und den Salzburger Festspielen zu Gast.

1982 als Sohn deutsch-französischer Eltern geboren, gehörte er als Jungstudent lange der Klasse von Marcio Carneiro an der Musikhochschule Detmold an und setzte nach dem Abitur seine Ausbildung bei Ivan Monighetti an der Musikakademie Basel fort. Zuletzt studierte er bei Boris Pergamenschikow an der Hanns-Eisler-Musikhochschule in Berlin, wo er nun sein Studium bei David Geringas fortsetzt. Weitere wichtige Impulse erhielt er darüber hinaus von Mstislav Rostropowitsch, Heinrich Schiff, Steven Isserlis, Miklos Perenyi, Tabea Zimmermann und Anner Bylsma. Nicolas Altstaedt spielt ein Violoncello von Nicolas Lupot (Paris 1821) der Deutschen Stiftung Musikleben.

Im Laufe der letzten Jahre erhielt Nicolas Altstaedt zahlreiche Auszeichnungen wie den Ersten Preis des „Concours d’Interpretation Musicale international“ Lausanne 2003, den "Landgraf-von-Hessen-Preis" der Kronberg Academy 2004, den Ersten Preis des Deutschen Musikwettbewerbes 2005, den Musikpreis der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit Nordrhein-Westfalen 2005 sowie den Ersten Preis beim Internationalen Domnick-Cellowettbewerb in Stuttgart 2005. Im Juli 2006 machte der junge Cellist auf sich aufmerksam, als er den Ersten Preis beim Adam International Cello Competition in Neuseeland gewann. Dieser Preis ist mit einer Debüt-CD bei Naxos und einer Tournee mit dem New Zealand Symphony Orchestra verbunden. Als erster Deutscher in der Geschichte des Internationalen Paulo Cello-Wettbewerbs Helsinki gelangte er 2007 unter die ersten drei Preisträger. Ferner wurde er bei den Sommets musicaux de Gstaad mit dem Prix Marguerite Dütschler ausgezeichnet.

Er konzertierte mit der Kremerata Baltica, dem Rundfunksinfonieorchester Berlin, dem Basler Sinfonieorchester, dem Finish Radio Symphony Orchestra, der Tapiola Sinfonietta, dem Christchurch Symphony Orchestra, dem Jungen Klangforum Mitte Europa, dem Brandenburgischen Staatsorchester und mit Musikern wie Gidon Kremer, Yuri Bashmet, Daniel Hope, Alexander Lonquich, Kirill Gerstein, Emmanuel Pahud, Thomas Adès, dem Quatuor Ébène und der Bajanistin Elsbeth Moser.

Konzertreisen führten ihn durch alle Kontinente, zu Festivals wie dem Lockenhausfestival, dem Klavierfestival Ruhr, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, dem Beethovenfest Bonn, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Riffelalpfestival Zermatt, „les museiques“ in Basel, dem Davos Festival, dem Cellofestival Kronberg, dem Jerusalem International Chamber Music Festival sowie in die Berliner Philharmonie, das Berliner Konzerthaus, die Hamburger Musikhalle, die Suntory Hall Tokio, das Sejong und das Seoul Arts Center. Im Herbst 2007 war der mit dem Scharoun Ensemble zu Gast in der Carnegie Hall (Zankel Hall).

Des weiteren widmet sich Nicolas Altstaedt intensiv der zeitgenössischen Musik, arbeitete eng mit Sofia Gubaidulina und Wilhelm Killmayer zusammen und brachte etliche ihm gewidmete Werke u.a von Moritz Eggert (CD bei "between the lines", 2005 erschienen) und Franghiz Ali-Sade mit den Komponisten am Klavier zur Uraufführung. 2006 spielte er die Schweizer Erstaufführung des Cellokonzertes von Georg Friedrich Haas mit dem Basler Sinfonieorchester.

Abseits des gängigen Konzertbetriebs kommt es immer wieder zu grenzüberschreitenden Projekten. So spielte er mit Musikern aus Palästina und aus der Mongolei an Orten wie der Wüste Gobi, in Ramallah und Baghdad.

Eine Debüt-CD erschien im Juni 2007 bei GENUIN. "Nicolas Altstaedt is already much more than promising" urteilte das STRAD Magazine, das die Aufnahme mit "Selection of the Month 12/07" auszeichnete. Bei Avi Music sind Konzertmitschnitte vom Klavierfestival Ruhr erschienen, bei denen Nicolas Altstaedt mit Kammermusik zu hören ist.

Nicolas Altstaedt war 2008 im Rahmen der 15. Sinfonischen Akademie Baden-Württemberg mit Konzerten in Stuttgart und Esslingen gemeinsam mit der Jungen Süddeutschen Philharmonie zu hören.


Adonis Gonzalez

Der kubanische Pianist Adonis Gonzales begann seine musikalische Ausbildung im frühesten Kindesalter in Santiago de Cuba. Er schloss seine Studien mit Auszeichnung am Superior Institute of Art in Havanna auf Cuba ab. Er hat darüberhinaus einen Master-Abschluss der Universität "Southern Mississippi" sowie einen Doktortitel der "Mason Gross School of the Arts" der Rutgers Universität. Hier gewannn er 2005 einen Konzert-Wettbewerb.

Er erhielt weitere Preise in verschiedenen Klavier-Wettbewerben in Venezuela, Andorra und Cuba. Er konzertierte mit Orchestern in Österreich, Mexiko, Cuba, Venezuela und USA. Auch betätigte er sich erfolgreich als Kammermusiker und im Jazz-Crossover. Er unterrichtet als Professor am Passaic County Community College in New Jersey. Gleichzeitig ist er musikalischer Direktor der dortigen “First Presbyterian Church”.

Adonis Gonzalez war 2010 im Rahmen des "Konzerts zum Neuen Jahr" gemeinsam mit der Jungen Süddeutschen Philharmonie zu hören.

Andreas Mildner

Andreas Mildner zählt sicherlich zu den interessantesten Harfenisten seiner Generation. Durch "technische Brillanz" und sein "unglaublich ästhetisches Spiel mit den Klangfarben" schafft er es immer wieder Presse und Publikum zu begeistern. Im Alter von sechs Jahren entdeckte er seine Begeisterung für die Harfe. 1999 trat er in die Frühförderklasse der Hochschule für Musik Würzburg bei Frau Prof. Giselé Herbet ein. 2007 legte er sein Diplom "mit Auszeichnung" ab und schloss sein Studium 2009 mit der Meisterklasse ab.

Weitere Impulse erhielt er von renommierten Harfenistinnen wie Prof. Ursula Holliger, Frederique Cambreling und Marie-Pierre Langlamet. Seit seinem Diplom unterrichtet er als Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik Würzburg.

Andreas Mildner errang Preise bei verschiedenen Wettbewerben. 2005 und 2008 war er einziger Finalist für Harfe beim Deutschen Musikwettbewerb, wurde in die 50. Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler aufgenommen und wird seit 2008 vom Deutschen Musikrat als Solist gefördert. Ebenso erhielt er Preise beim Wettbewerb der Musikalischen Akademie Würzburg (1. Preis und Sonderpreis) und beim Deutschen Hochschulwettbewerb. Zuletzt gewann er beim "6th International Harp Contest Arpista Ludovico" in Madrid neben dem 1. Preis noch zwei Sonderpreise für die beste Interpretation der beiden Finalkonzerte (Händel und Debussy).

Andreas Mildner erhielt Stipendien der Jürgen-Ponto Stiftung, der Deutschen Stiftung Musikleben, der Studienstiftung des deutschen Volkes und des deutschen Musikrats.
17-jährig debütierte er als Solist mit der tschechischen Kammerphilharmonie Prag. Seither wird er regelmäßig als Solist von verschiedensten renommierten Orchestern eingeladen
Mit seinem außergewöhnlichen und umfangreichen Repertoire spielt Mildner zahlreiche Solorecitals im In- und Ausland. Neben seiner solistischen Tätigkeit widmet Mildner sich ausführlich der Kammermusik. Hierbei liegt sein Schwerpunkt vor allem bei besonderen Besetzungen wie z.B. Harfe und Tuba. Das feste Duo mit dem Tubisten Andreas Hofmeir vergibt regelmäßig Auftragskompositionen an verschiedene Komponisten. Mildner war Gast bei zahlreichen Musikfestivals (Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Ludwigsburger Schlossfestspiele, Festival Mitte Europa, World Harp Congress, International Harp Festival Rio de Janeiro etc.).

Konzertreisen führten ihn durch Europa, die USA und nach Brasilien, wo er an der Universität von Rio de Janeiro unterrichtete. Seine Konzerte werden regelmäßig von verschieden Rundfunkanstalten (BR, NDR, HR, RBB und Deutschlandradio) mitgeschnitten.

Andreas Mildner spielte 2010 Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Claude Debussy gemeinsam mit der Jungen Süddeutschen Philharmonie.


Serge Zimmermann

Geboren 1991 in Köln als Sohn einer Musikerfamilie, erhielt er mit fünf Jahren den ersten Geigenunterricht von seiner Mutter. Seine musikalische Entwicklung ging schnell voran und so gab er bereits im Jahr 2000 sein Orchester-Debüt mit einem Violinkonzert von Mozart.

Mittlerweile hat er mit einer Reihe von namhaften Klangkörpern musiziert, darunter das Philharmonia Orchestra, Helsinki Philharmonic Orchestra, Orchestra della RAI Torino, Orquesta Nacional de España, Orquesta Sinfónica de Barcelona, die Tschechische Philharmonie und die Bamberger Symphoniker.

2005 spielte der junge Künstler in Essen sein erstes Rezital. Für seine Interpretation des Bruch-Violinkonzerts im April 2006 erntete er begeisterte Pressestimmen, so u. a. "ein Geiger, von dem die Welt noch viel hören wird" und "in den Jubel stimmten selbst die Orchestermusiker mit ein".

Im Jahre 2007 gastierte Serge Zimmermann beim Kissinger Sommer sowie bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. 2008 spielte er mit großem Erfolg in der ausverkauften Kölner Philharmonie mit dem Münchener Kammerorchester sowie auf Einladung von András Schiff bei dessen Festival in der Kartause Ittingen/Schweiz. Schiff lud ihn daraufhin spontan für zwei Konzerte mit dem Philharmonia Orchestra unter seiner Leitung nach London und Oxford ein. Über diese Konzerte schreibt der Guardian: "Armed with a beautiful, varied tone and blistering technique, Zimmermann will go far". Im August 2009 konzertierte Serge Zimmermann im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Rezitals spielte er unter anderem in der Hamburger Musikhalle und der Tonhalle Zürich. Im Rahmen des Kissinger Sommers 2010 sprang er kurzfristig für Leonidas Kavakos ein und führte mit den Bamberger Symphonikern unter der Leitung von Herbert Blomstedt das Violinkonzert op. 64 von Mendelssohn auf.

In der Spielzeit 2010/2011 konzertiert Serge Zimmermann mit dem Kammerorchester Carl Philipp Emanuel Bach (Konzerthaus Berlin), den Bamberger Symphonikern (mit einem Gastspiel in der Tonhalle Zürich), dem Kammerorchester des Bayerischen Rundfunks, den Münchner Symphonikern, der Neuen Philharmonie Westfalen, der Württembergischen Philharmonie Reutlingen und der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin. Mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra unter Manfred Honeck gibt er sein USA-Debüt, auf dem Programm steht das Violinkonzert von Tschaikowsky. Gemeinsam mit dem Pianisten Enrico Pace spielt er Rezitals beim Heidelberger Frühling, Schleswig-Holstein Festival und im Amsterdamer Concertgebouw.

Serge Zimmermann war 2011 als Solist beim Frühjahrskonzert der Jungen Süddeutschen Philharmonie im Evangelischen Gemeindehaus am Blarerplatz in Esslingen mit Mendelssohns Konzert für Violine und Orchester zu hören.

 

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