PERSONALIA: Dirigenten

unterstrich

Andreas Kraft (seit 1997)

Bild: J. Hilse
Andreas Kraft wurde 1961 in Berlin geboren. Im Jahr 1980 begann er sein Studium der Posaune an der Berliner Hochschule der Künste bei Prof. Johann Doms. Gleichzeitig nahm ihn die Karajan-Akademie des Berliner Philharmonischen Orchesters auf. Bereits ein Jahr später wurde er Soloposaunist beim SWR-Radiosinfonie­orchester Stuttgart, in dem er bis heute mitspielt. Seit 1990 ist er Mitglied im Bayreuther Festspielorchester.

Schon früh widmete sich Andreas Kraft der pädagogischen Arbeit mit jungen Musikern. Erfahrungen sammelte er als Dozent von “Symphonic Brass Bayreuth“, bei der Jungen Kammerphilharmonie Baden-Württemberg, beim Landes­jugendorchester Baden-Württemberg, dem Bundes­jugendorchester und der Jungen Deutschen Phil­harmonie. Mittlerweile kommen Dozententätigkeiten, unter anderem bei der Villa Musica in Mainz, dem Schleswig Holstein Musikfestival und der German Brass Academy Krefeld hinzu. In den Jahren 1999 bis 2004 leitete Andreas Kraft das Nürtinger Kammerorchester.

Mit der Jungen Süddeutschen Philharmonie Esslingen arbeitet er schon seit vielen Jahren als Dozent und Solist zusammen. Im Herbst 1999 wurde er von den Mitgliedern des Orchesters zum neuen künstlerischen Leiter gewählt. Seit dem Wintersemester 2002/03 hat Andreas Kraft eine ordentliche Professur im Fach Posaune an der Musikhochschule Würzburg inne.

Bernhard Güller (1983-1997)

„Er ist mein bester Schüler“ - das sagte kein Geringerer als Sergiu Celibidache über Bernhard Güller. Die Diri­gentenkarriere des Bernhard Güller begann 1979, als er den ersten Preis beim Dirigentenwettbewerb der Deutschen Rundfunkanstalten gewann. Zwei Jahre später übernahm er für den erkrankten Celibidache eine Deutschlandtournee mit dem Radiosinfonieorchester Stuttgart. Seitdem ist Bernhard Güller als Dirigent auf der ganzen Welt gefragt – von China bis Uruguay, von Norwegen bis Südafrika. Er dirigierte unter anderem die Radiosinfonieorchester in Stuttgart und Stockholm sowie das Barcelona Symphony Orchestra.

Seit der Spielzeit 2002/03 ist Bernhard Güller Chefdirigent des kanadischen Orchesters Symphony Nova Scotia und seit der Spielzeit 2005/06 auch Chefdirigent der Nürnberger Symphoniker. Von 1983 bis 1996 war er Dirigent der Jungen Süddeutschen Philharmonie Esslingen.

Bernhard Kontarsky (1977-1982)

Bernhard Kontarsky wurde 1937 in Iserlohn (Westfalen) geboren. Nach dem Studium der Musik und Musikwissenschaften an der Musikhochschule Köln folgten Engagements als
Korrepetitor, Studioleiter und Kapellmeister an den Städtischen Bühnen Köln, der Oper Bonn und am Württembergischen Staatstheater Stuttgart. Von 1981 bis 2003 war Bernhard Kontarsky Professor für Neue Musik an der Hochschule für Musik in Frankfurt.

Bernhard Kontarsky dirigiert in erster Linie Musik des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhunderts. Er leitete die Produktionen einiger Opern von Hans Werner Henze und war als Gastdirigent am Staatstheater Stuttgart, an der Deutschen Oper Berlin, an der Opéra Nationale de Paris, an der Bayerischen Staatsoper München, an der Deutschen Oper am Rhein, an der Wiener Staatsoper, am Bolschoitheater Moskau und dem Kirow-Theater in St. Petersburg engagiert. Er arbeitete mit Orchestern aller westdeutschen Rundfunkanstalten, mit dem Orchester des Österreichischen Rundfunks sowie dem Orchester de Paris und anderen.

Erich Reustlen (1956-1976)

Erich Reustlen, emeritierter Professor für Musiktheorie an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen, stammt aus Stuttgart. Nach dem Krieg zog die Familie nach Pfullingen, da der Vater als Geistlicher an die dortige Martinskirche berufen wurde. Das Studium an der Stuttgarter Musikhochschule schloss Reustlen mit dem Kapellmeisterexamen ab.

Schon davor, im Jahr 1949, hatte er im benachbarten Reutlingen ein Jugendorchester gegründet, aus dem später die Junge Sinfonie wurde. Ab 1951 leitete er die Pfullinger Martinskantorei. 1956 schließlich rief Reustlen das Süddeutsche Jugendorchester ins Leben, das sich zur Jungen Süddeutschen Philharmonie entwickelte. Für seine Verdienste um die Laienmusik und besonders für die Gründung der Jungen Süddeutschen Philharmonie, deren Leitung er 1976 abgab, erhielt Erich Reustlen 1977 das Bundesverdienstkreuz am Bande.

 

unterstrich

Das Logo des Orchesters

Das Logo des Orchesters ist die "Muse", ein Farbholzschnitt von HAP Grieshaber. Der Künstler HAP Grieshaber wurde vom Vorstand des damals noch jungen Orchesters um die Gestaltung eines Orchester-Logos angefragt . Das Ergebnis seiner Arbeit war der Farbholzschnitt "Die Muse".

Weitere Informationen zum HAP Grieshaber sind hier zu finden.